Rauchmelderpflicht in Deutschland

 

Zum großen Leid war die Organisation der Installation von Rauchwarnmeldern in Deutschland zu verwickelt gemacht. Alle Bundesländer haben eigene Anweisungen und Regeln. Diese sind aber teilweise bezüglich der Auflagen bei der Installation von Rauchmeldern von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich.

Das bringt selbstverständlich zur riesigen Verwirrung, denn niemand weiß genau, ob der Mieter zum Beispiel Rauchmelder selbst beschaffen und installieren soll, ob der Vermieter für Rauchwarnmelder zahlen soll oder wer beispielsweise die jährliche Wartung übertragen soll.

Dieser Aspekt wurde leider nicht in allen Bundesländern gleich geregelt, sondern wird von jedem Bundesland individuell geordnet. Jeweilig ist dies in Bauvorschriften nicht ausführlich erläutert.

In allen 16 Bundesländern wurden verschiedene Anweisungen für die Anbringung von Rauchmeldern entwickelt. Offensichtlich hat die Bundesregierung es versäumt, eine einzige Version dieser Regeln aufzufinden und darauf zu einigen. Somit gibt es unterschiedliche Übergangsfristen sowie unterschiedliche Möglichkeiten für die gesetzliche Verpflichtung einer Anbringung des Rauchmelders. Diese Regeln richten sich nach den Landesbauordnungen des jeweiligen Bundeslandes.

 

Brandschutz und Brandprävention

Rauchmelder braucht man bestimmt in jedem Appartement, in jedem Privathaus und ebenso in jedem Büro. Wenn man die statistischen Daten bezüglich Brandfälle in Deutschland anschaut, dann bemerkt man, dass die Mehrheit der Brandopfer spät nachts zu bedauern sind.

Eine verräterische Sache bei Brandfällen ist der Rauch, der toxische Auswirkungen hat und beim Einatmen zu einem schnellen Bewusstseinsverlust führt. Es ist ein riesiger Gefahrensfaktor, vor allem im Nachtschlaf, denn unglücklicherweise schlägt unser Geruchssinn auch in die Nachtzeit, und jeder auftauchende Rauch wird von den Geruchsorganen nicht wahrgespürt. Wenn sich Rauch in der Wohnung ausbreitet, atmen wir giftigen Rauch ein und verlieren das Bewusstsein. Dies passiert ziemlich rasch und verbrennt die Opfer, ohne eine Möglichkeit zu haben, die Appartemente zu verlassen.

Ein Rauchmelder erkennt in kürzester Zeit Rauch und gibt ein sehr lärmendes sirenartiges Alarmsignal ab, das zuhause nicht zu verfehlen ist. Auch Leute mit Tiefschlaf werden sogleich entlassen und können das Haus rechtzeitig verlassen.

Viele Menschen wurden nach dem Inkrafttreten der Rauchmelderpflicht durch die pflichtige Anbringung des Rauchwarnmelders gerettet. Deswegen befolgen wir Rauchmelderpflicht uneingeschränkt, leider wird unserer Ansicht nach aufgrund unterschiedlicher Regeln und Unklarheiten in die Umsetzung eingegriffen. Allerdings sind Rauchmelder nicht wirklich eine teure Geldanlage, sondern sie sind für einen durchschnittlichen Haushalt mit einer Dreizimmerwohnung für weniger als 100 € verfügbar. Tatsächlich gibt es keinen Grund zur Klage, doch bei hohem Preisgeld streiten sich Vermieter und Mieter hier praktisch immer wieder mit 40-50 €.

In diesem Sinne sind wir der Ansicht, dass der Vermieter den Rauchmelder bezahlen muss, was in vielen Bundesländern der Fall ist. Doch im Endeffekt muss jeder ein paar Euro zuzüglich haben, um im Brandfall sicher zu bleiben.

 

Woran erkennt man einen guten Rauchmelder?

Feuerschutzexperten weisen darauf hin, dass Rauchmelder mit Q-Kennzeichnung, die den Sicherheitsanforderungen und europäischen Standards erfüllen, bei der Kaufentscheidung für einen guten Rauchmelder zu beachten sind. Sie werden automatisch mit der CE und DIN EN 14604-Kennzeichnung gekennzeichnet. In vielen Fällen haben Q-Detektoren qualitativ hochwertige Ausstattungen und eine intelligente Analysesoftware, die eine tiefere Analyse zulässt. Zusätzlich sind diese Rauchmelder mit einer fest installierten Lithium-Batterie ausgestattet, die eine Dauer von fast 10 Jahren hat.

Durch gleiche Kriterien und neutrale Prüfung von Rauchmeldern durch ein anerkanntes Prüfinstitut ist Q-Kennzeichen ein eindrucksvolles Qualitätsmerkmal für Rauchmelder. Die Q-Kennzeichnung kann die europäische Norm DIN 14604 nicht ersetzen, sondern wird durch Kriterien ergänzt, die von der EN 14604 nicht verlangt wurden. Als Grundlage für die Prüfung dient die Empfehlung vfdb 14/01.

Zusätzlich besitzen diese Rauchmelder ein dichtes Schutznetz, um die Rauchkammer vor dem Eintritt von Fremdpartikeln wie beispielsweise Insekten und Staub zu schützen. Dies steigert die Ausfallsicherheit des Rauchmelders und reduziert die Fehlalarmwahrscheinlichkeit signifikant.

 

In welchen Räumen sollen die Rauchmelder installiert werden?

Rauchmeldegeräte sind überwiegend nach dem Gesetz in den Schlaf-, Kinderzimmer und Korridoren, die als Notfallwege dienen, zu installieren. In den Bereichen Küche und Bad sind alle Bundesländer infolge von Falschalarmen von der Rauchmelder Pflicht befreit.

In Bezug auf die Minimalausstattung von Rauchmeldegeräte gibt der Verein zur Förderung des Deutschen Brandschutzes (vfdb) nachkommende Hinweise für die Einsetzung von Rauchmeldern ab.

„Im Idealfall werden Rauchwarnmelder zumindest in Schlaf-, Kinderzimmern und Hausfluren angebracht.“ Darüber hinaus empfiehlt der Verband, dass Sie darauf achten, dass die Rauchmelder ordnungsgemäß installiert und montiert sind. Wenn dies nicht so ist, sind die Funktionen in einem überschaubaren Rahmen und das Risiko bleibt entsprechend hoch.

 

Wie bringt man einen Rauchmelder an

Die Installation eines Rauchmeldegeräts bereitet den Unerfahrenen oft Probleme. Sie können nicht exakt bestimmen, wie diese im Vorhinein montiert werden sollen. In manchen Fällen ist es wichtig, in die Decke Löcher zu bohren, die man später bei der Abfahrt wieder in Ordnung bringen soll. Es ist aber nicht mehr ein Muss, da man eine Problemlösung entwickelt hat. Das sind sogenannte Klebemontagepads, die Dinge einfach miteinander verkleben können. Es wirkt genauso wie ein doppelseitiges Klebeband.

Statt mehrere Löcher in die Decke zu bohren, verwenden Sie am besten Klebepads, die an der Rauchmelderabdeckung befestigt werden - also an der Rückseite des Rauchmelders oder der Rückplatte für Montage. Mit diesen doppelseitig klebenden Montagepads festigen Sie das Rauchmeldegerät dann an den richtigen Platz an der Decke. Man muss noch drauf achten, dass sie die Rauchmelder nicht an den Wänden oder zu nah zu den Wänden an der Decke platzieren, sondern in der Mitte des Raumes befestigen, damit der Warnmelder von jeder Seite auf den Rauch schnellstmöglich reagieren kann. Wenn ihr Zimmer eine L-Forme hat oder ziemlich groß ist, brauchen sie dann zwei oder mehr Rauchmelder dafür.

Alternativ sind in der Regel die mitgelieferten Schraubenkombinationen, mit den die Rauchmeldegeräte in die Decke geschraubt werden können. Insbesondere schrauben Sie die Platten an die Decke und rasten den Rauchmeldegerät ein.

Bei mehreren Rauchmeldermodellen sorgt die Befestigung des Gerätes in der Platte dafür, dass er aktiviert wird und Sie benachrichtigt, dass er bereit ist zu arbeiten. Bei den Rauchwarnmeldern mit einem LED-Licht beginnt der Rauchwarnmelder im Abstand von 1 Minute zu blinzeln, und bei den Rauchmeldern, die mit keinem Led-Licht ausgestattet sind, wird die Funktion durch Drücken der Testtaste kontrolliert. Der Rauchmelder gibt Ihnen dann ein Testsignal und Sie wissen, dass er betriebsbereit ist. Übrigens sollten Sie diesen Test auch mit den Blinkmodellen durchführen, da dies in sehr seltenen Fällen auftreten kann, wenn das Rauchmeldegerät bereits bei der Auslieferung beschädigt ist.

Führen Sie daher immer eine Funktionsprüfung durch und überprüfen Sie den Rauchwarnmelder auf Knopfdruck.

 

Wie lange halten die Batterien von den Rauchmeldern?

Gute Brandmelder sind mit so genannten langlebigen Lithium-Batterien ausgestattet. Typischerweise haben diese Batterien eine Garantie von zehn Jahren. Natürlich geben die Hersteller die Lebenserwartung von Li-Ion-Batterien im Produkt an, und dann sind sie dazu verpflichtet, als Garantiegeber aufzutreten. Das hilft ihnen natürlich nicht viel, wenn sieben Jahre später ein Brand anfängt und der Rauchmelder nicht auslöst. Überprüfen Sie daher den Rauchmelder in regelmäßigen Abständen auf seine Funktionsfähigkeit.  Es ist genug, Tesknopf leicht zu drücken.  Und der Rauchwarnmelder löst einen Testalarm aus, wenn seine Batterie noch läuft und funktionsfähig ist.

Es ist jedoch davon auszugehen, dass alle in Deutschland zugelassenen Rauchwarnmelder ein spezielles Signal geben, wenn die Batterie kurz vor dem Ende ihrer Nutzungsdauer steht. Alle getesteten Q-Detektoren blinzeln oder piepen, wenn die Lithium-Batterie (oder die alkalische Batterie) zu schwach ist. Denn man weiß ja nicht, wie lange man schon einen Rauchmelder eingestellt hat und wie lange dauert dieser noch aus. In dem Fall, wenn ein Signal ausgelöst wurde, muss man dann den Rauchmelder abschalten und schnellstmöglich auswechseln.

Austausch der Li-Ionen-Batterie in den langfristigen Rauchmeldern ist leider nicht machbar, da die Batterie in diesen Geräten fest installiert ist und nicht ausgewechselt werden kann. Da die Preise für Rauchmelder auch in guten Varianten von 20 bis 50 € liegen, sollte dies kein Problem sein. Es gibt auch Rauchmelder mit auswechselbaren Alkalibatterien. Aber Sie sollten wissen, dass Alkali-Batterien nicht so lange halten.

Grundsätzlich sollen Batterien alle zwei bis drei Jahre gewechselt werden. Das Signal der Rauchmelder informiert immer, wenn die Batterie schwach ist, und natürlich kann dies auch nachts geschehen, weshalb wir Ihnen dringend anraten, keine Rauchmelder mit austauschbaren Alkalibatterien zu kaufen. Da sie nicht sehr lange halten und in keiner Weise der Lebensdauer einer zehn Jahre alten Lithium-Batterie mit einer langen Lebensdauer entsprechen, wird es für Sie schwierig sein, nachts aus dem Bett zu kommen, da einer ihrer Rauchmelder eine entladene Batterie anzeigt. Es gibt auch Rauchwarnmelder mit Alkalibatterien, die intelligent genug sind, um das bevorstehende Ende der Batterie am Tage anzuzeigen. Überprüfen Sie dies in der Beschreibung zu ihrem Rauchmeldegerät, bevor einen Kauf zu tätigen.

 

Wo kaufe ich einen Rauchmelder?

Der Kauf von Rauchmeldern ist heutzutage ziemlich unkompliziert. Rauchmelder können leicht in Elektrogeschäften, Haushaltsgeräten und Online-Shops erworben werden. Aber bevor Sie ihn kaufen, lohnt es sich, darüber nachzudenken, wie man einen Rauchmelder kaufen soll.

Online-Shops bestechen eine große Auswahl und sind gut geeignet, um Ihren ersten Rauchmelder auszuwählen. Sie können auch online Preise und Eigenschaften miteinander vergleichen und mit wenigen Klicks einen Einkauf tätigen. Dies gilt auch für Elektronikfachgeschäfte, wobei das Angebot an Rauchmeldern möglicherweise nicht so umfangreich ist wie beim Online-Shop. Online-Shops und Haushaltsgroßmärkte eignen sich für Kunden, die genau wissen, was sie wollen und keine kompetente Beratung benötigen. Aber lassen Sie sich nicht zu sparsam und preislich in punkto Sicherheit aufhalten. 5 oder 10 Euro lohnen sich nicht. Achten Sie auf die bewährte Qualität - z.B. bedeuten Rauchmelder mit dem "Q"-Zeichen am Korpus gute Qualität mit langer Lebensdauer und besserem Brandschutz und Schutz vor Fehlalarmen.